• 1116 017-3 kicsi good
  • DSCN8394 kicsi good
  •  MG 3153 kicsi

Logistiksektor vor Entscheidung

am .

Die Entwicklung und das Zukunftsbild des ungarischen Logistiksektors wird in den nächsten Jahren neben den internationalen Tendenzen grundsätzlich von der Fachpolitik der neuen Regierung bestimmt. Um darauf vorbereitet zu sein, wurde von der Tageszeitung Napi Gazdaság am 27. April 2010 eine Fachkonferenz mit dem Titel „Standspur oder Beschleunigungsspur" veranstaltet. Auf der Konferenz haben wichtige Vertreter des Logistiksektors ihre Meinung über die Zukunft der Branche und die Rolle und Verantwortung des Staates bei der Gestaltung des Sektors geäußert. Es wurde unter anderem die Politik der neuen Regierung mit der Absicht Pekings verglichen, Ungarn in die europäische Strecke der Güterbeförderung aus China einzuschalten.

Die Konferenz wurde von Dr. Fónagy János, Fachpolitiker von Fidesz eröffnet. In seiner Rede hat er betont, eine der dringenden Aufgaben in Ungarn sei der Wiederaufbau der Wirtschaft, und dabei spiele die Logistik eine sehr wichtige Rolle. Auf der Konferenz haben Kovács Imre, Vorstandsvorsitzender Generaldirektor von Rail Cargo Hungaria, Horváth Miklós, Vorsitzender von Magyar Logisztikai Klaszter, Karmos Gábor, Generalsekretär von Magyar Közúti Fuvarozók Egyesülete, Tomcsányi István, geschäftsführender Direktor von der Hungarokombi Kft., Doór Zoltán, Vorsitzender des Vereines Magyar Logisztikai Egyesület, und Szalma Botond, Präsident des Verbandes Magyar Hajózási Országos Szövetség teilgenommen und eine Rede gehalten.

Kovács Imre, Vorstandsvorsitzender Generaldirektor hat in seiner Rede betont, Rail Cargo Hungaria, bzw. der Vorgänger MAV Cargo haben nach der Privatisierung bedeutende Ergebnisse erreicht, das Unternehmen hat in letzter Zeit in Ungarn seine marktführende Position im Bereich Eisenbahngüterbeförderung weiter gestärkt.  Nach der Meinung von Kovács Imre spielt der Staat, die Regierung, bzw. die Fachpolitik in der Entwicklung des Gütertransportes per Bahn eine wichtige Rolle, und die neue Regierung soll im Interesse der Steigerung wirtschaftlicher Erfolge für Dialoge und Partnerschaft offener sein. Nach seiner Ansicht ist die Verteilung der staatlichen Förderung im Sektor ungleich, so haben im Bereich Eisenbahngüterbeförderung, die in Ungarn nicht gefördert wird, die internationalen Konkurrenten mit Hilfe von staatlichen Dotationen eine stärkere Position erreicht. Der Vorstandsvorsitzende Generaldirektor hat betont, man soll den effektiven und wirksamen internationalen Modellen folgen, um die Wettbewerbsfähigkeit der ungarischen Güterbeförderung bewahren und steigern zu können. Als erster Schritt ist ein Neudenken des gegenwärtigen Systems der staatlichen Förderung erforderlich, das auf europäischer Ebene vereinheitlicht, sowie auf alle Marktteilnehmer erweitert werden sollte. Die Verteilung der Förderungsmittel soll auch für nicht in Staatsbesitz befindliche Marktteilnehmer gerechter, diskriminierungsfreier sein, sie sollen Zugang zu ihnen haben. Auch bezüglich des Streckenzugangsentgeltsystems sowie der Beurteilung der Anträge auf Leitwege sollten günstigere Bedingungen festgelegt werden.

Der Logistiksektor kann strategischer Partner der neuen Regierung sein. Das sollte sie bei der Ausgestaltung des fachpolitischen Programms berücksichtigen, wenn sie statt Stagnierung Entwicklung erzielen möchte.

(Quelle: Rail Cargo Hungaria)