• 1116 017-3 kicsi good
  • DSCN8394 kicsi good
  •  MG 3153 kicsi

Interview mit József Bor, dem geschäftsführenden Direktor von Raabersped

am .

Solides Wachstum im Zeichen der Veränderung

„Voriges Jahr erzielten wir einen Umsatzerlös von 21,1 Mrd. HUF, während wir im Rekordjahr 2008 einen Erlös von 24,2 Mrd. HUF zu verzeichnen hatten. Das bedeutet einen Rückgang von 12,8%, ein ausgesprochen gutes Ergebnis in der durch die globale Wirtschaftskrise besonders getroffenen europäischen Bahnspeditionsbranche" - erklärte József Bor, geschäftsführender Direktor von Raabersped, seit bereits 20 Jahren im Dienst der Österreichischen Bundesbahnen, in seinem Jahresrückblick.

Die Situation des für seine Ehrlichkeit und Treue geschätzten ungarischen Fachmanns ist wie die der in Subkarpatien lebenden Ungarn, mit dem Unterschied, dass für József Bor nicht der Staat, wo er lebt, sondern der Name seiner Firma in den vergangenen Jahren gewechselt wurde. Als Zögling der Ungarischen Staatsbahnen MÁV ging er 1990 zu den ÖBB und leitete mehrere Jahre lang die Budapester Vertretung der ÖBB. Er wurde nach der erfolgreichen Unternehmensintegration 2004 zum geschäftsführenden Direktor von Raabersped berufen. Zusammen mit Zoltán Potvorszki leitet er die marktführende Firma, die heute zum Express-Netz der ÖBB gehört, und dementsprechend steht wieder eine Umstrukturierung an. Wie wir in unserer letzten Ausgabe berichteten, werden sich MÁVTRANSSPED und Raabersped in nächster Zukunft zusammenschließen. Unter der Führung des regionalen geschäftsführenden Direktors Potvorszki wird das Bürogebäude in der Montevideo Straße zur Ungarnzentrale von Express-Interfracht. Bor wie sein Kollege Potvorszki gehört zu den äußerst beschäftigten Menschen. Sie führen die Verhandlungen mit den Geschäftspartnern seit Jahren meistens gemeinsam, sei es in Zagreb, Wien oder Budapest. Außerdem ist Bor Vorstandsmitglied bei Rail Cargo Hungaria und die Kollegen wählten ihn als Zeichen ihrer Achtung zum Präsidenten des Nominierungsausschusses des Verbands Ungarischer Speditions- und Logistikdienstleister (MSZSZ). Im Interview mit der Zeitschrift Manager Magazin erklärte er, dass er seine berufliche Laufbahn als konsequent betrachtet: Egal welche Positionen er innehatte, sie waren immer mit der Bahn verbunden.

Er glaubt nicht, dass das sich ändern würde, betonte er, aber seine Arbeitgeber könnten ihm noch mit neuen Aufgaben aufwarten. Bors Berufswahl wurde durch die Familientradition bestimmt, alle Vorfahren in den vergangenen hundert Jahren waren Eisenbahner, liest man im Artikel von Katalin Magos, die ebenso aus einer Eisenbahnerfamilie stammt. Die Familientradition wird aber nicht fortgesetzt, denn beide Kinder von Bor haben einen anderen Beruf gewählt.

Seine Nominierung auf den Leiterposten der ersten osteuropäischen Vertretung der ÖBB, die in Ungarn eröffnet wurde, wird von ihm der Tatsache zugeschrieben, dass er die Ungarischen Staatseisenbahnen vier Jahre lang im Kommerziellen Ausschuss des Internationalen Eisenbahnverbands UIC in Paris vertreten hat.

Als marktführende Bahnspediteure analysieren wir die Makrowirtschaftsdaten ununterbrochen. Diese zeigen, dass man nach dem dramatischen Rückfall der ungarischen Industrie von 17,7 % nur noch in wenigen Standorten an mehr als ans Überleben denken würde. Aufgrund der in der Landwirtschaft eingeholten Angaben ist es möglich, dass 1,5 bis 2 Mio Tonnen Produkte bis zur Ernte in den Getreidespeichern bleiben können. All das hat einen entscheidenden Einfluss auf den Export, aber auch der Import stagniert. Unter diesen Umständen müssen wir uns entwickeln, das beabsichtigen wir durch Verträge mit großen Firmen, die für mehrere Jahre abgeschlossen werden, durch Anwendung von „Krisenpreisen", die das Vertrauen vertiefen, durch die Erweiterung unserer Logistikleistungen und den Ausbau der Kontraktlogistik zu erreichen. Als Mitglied der RCA-Gruppe arbeiten wir intensiv mit dem europäischen Netz des Eigentümers, und mit der Rail Cargo Hungaria als mit unserem Hauptpartner in Ungarn zusammen. Unser Plan rechnet mit einem Zuwachs von 8 bis 10 Prozent. Dadurch werden die Synergien besser genutzt und das ist mit einem effizienteren Kostenmanagement verbunden - sagte József Bor, geschäftsführender Direktor der Raabersped zum Abschluss in seinem Budapester Büro. 

(Quelle: Navigátor)