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Geringerer Rückgang als erwartet

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Die gesamte ungarische Wirtschaft hat den Jahresanfang 2009 inmitten der Weltwirtschaftskrise und einer allgemeinen Gesellschaftskrise erlebt, und die Analysen und Prognosen waren vor allem bemüht herauszufinden, wo die Krise Halt macht, mit welchem Rückfall in der Produktion zu rechnen ist, bzw. - in Bezug auf unsere Branche -, welche Auswirkungen die Prozesse auf den Transportmarkt ausüben, wie große Schrumpfung hier zu verzeichnen ist. Aufgrund der Prognosen konnte mit einem zweistelligen Rückfall gerechnet werden, und den früheren Forschungen nach, die die Logistikleistungen mit der Schwankung der Wirtschaft verglichen haben, konnte nicht einmal eine 2-3-fache Schrumpfung des Transportmarktes ausgeschlossen werden.

Heute kann erklärt werden, dass die Wirtschaft einen Rückfall von 10 % erlitten hat, und dass auch der Transportmarkt „nur" einen ähnlichen Rückgang zu verzeichnen hatte. Die Ursache des Leistungsrückgangs auf dem Transportmarkt, der von den Prognosen abweichend, im Vergleich dazu positiv ausgefallen hat, kann daran liegen, dass die Produktionsteilnehmer die Logistiktätigkeiten bereits vor langer Zeit im bedeutenden Maße optimiert haben, so konnten diese nicht weiter rationalisiert werden, es gab keine Einsparungsmöglichkeiten mehr. Eine andere, weniger erfreuliche Ursache des relativ geringen Rückgangs besteht darin, dass keine Zeit und keine Ressourcen den Produktionseinheiten zur Verfügung standen, um ernsthaftere Strukturänderungen zur Minderung der Transportleistungen vorzunehmen - außer der Leistungsminderung oder der Schließung von Produktionseinheiten. Zieht sich die Krise in die Länge, oder kommt es zu einem neuen Tiefpunkt, können doch noch strukturale Änderungen vorgenommen werden. Da es nach dem EU-Beitritt von Ungarn wegen der Marktliberalisierung auch in Ungarn zu einem starken Überangebot auf dem internationalen, und anschließend auf dem inländischen Transportmarkt gekommen ist, und dieser Zustand auch bis dato besteht, war es offensichtlich, dass der Nachfragenrückgang zu weiteren erheblichen Fahrzeugabstellungen und zum Scheitern vieler Unternehmen führen wird. Im Zusammenhang mit der Krise mussten nicht nur im Bereich Güterbeförderung, sondern auch im Personenverkehr empfindliche Verluste verzeichnet werden. Wegen Abschaffung von Arbeitsplätzen gab es einen Bedarfsrückgang im Berufsverkehr, und die tourismusbezogenen - als Luxus geltenden - Pläne der Haushalte fielen bescheidener aus. In dieser Situation sind die mit höheren Abgaben belasteten, über wenig Reserven verfügenden ungarischen Straßentransport-Dienstleister in einer noch nachteiligeren Lage auf dem Markt als ihre aus glücklicheren Umständen kommenden ausländischen Mitbewerber. Bereits am Krisenanfang war ersichtlich, dass mehrere wesentliche Punkte der für die Branche wichtigen Vereinbarung vom Jahre 2008 nicht realisiert werden, es ist eine andere Frage, dass die Wirtschaftskrise an und für sich keinen Grund dafür bedeutet hätte.

Auch die Interessenvertretung befand sich in einer schweren Situation, weil die fachlichen Argumente, die fachlichen Vorteile für die Branche mit dem Verweis auf Interessen „höheren Ranges" und auf Umstände außerhalb der Regierungskompetenzen zurückgewiesen werden konnten. Im Frühling 2009, als die Krisenbehandlungsregierung aufgestellt wurde, konnten und mussten die Verhandlungen über Maßnahmen zur Besserung der Wettbewerbsfähigkeit der Transportunternehmer außerdem auf neue Basis gestellt werden. Es gab mehrere positive Anzeichen, so wurde beispielsweise der Bereich Verkehr (nach sieben Jahren) aus dem Geschäftsbereich Wirtschaft herausgehoben, der Pragmatismus der Regierungsmitglieder, die aus der Wirtschaftswelt gekommen sind, sowie die Erklärungen, dass die Regierung die Wirtschaftsinteressen den politischen Interessen vorziehen wird. Die Ergebnisse sind gemischt, aber es gibt Errungenschaften, auf die die Branche wirklich stolz sein kann. In dieser Situation hat der Fachverband MKFE seine Rolle nicht verfehlt, weil er seine Tätigkeit immer auf fachlicher Basis vorgestellt und ausgeübt hat, er hat die Meinung vertreten, die Fachgruppe und der Tätigkeitsbereich der Straßentransport-Dienstleister müssen einen angemessenen Platz innerhalb der Verkehrsbranche einnehmen, nicht mehr und auch nicht weniger, unter Berücksichtigung der fachlichen Eigenheiten und der unumgänglichen Gegebenheiten. Diese markante Anforderung und deren Berechtigung sind von der allfälligen Wirtschaftslage und den politischen Kursen unabhängig.

(Quelle: Magyar Közlekedés)