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Neuer Name, neue Strategie, neue Tätigkeiten

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Hinter der Rail Service Hungaria Kft. mit István Bajtai an der Spitze liegen anderthalb ereignisreiche Jahre. Nicht nur die direkten und indirekten Folgen der Privatisierung ihres Mutterunternehmens mussten von der zu dieser Zeit noch unter dem Namen MÁV Kombiterminál Kft. firmierenden Gesellschaft übernommen werden, durch die Markttendenzen der vergangenen Jahre war auch der Zeitpunkt gekommen, die Basistätigkeiten gründlich zu überdenken. Die umstrukturierte Gesellschaft begann die Verrichtung von neuen Tätigkeiten und Leistungen, über die der geschäftsführende Direktor der Gesellschaft mit unserem Mitarbeiter sprach.

- Warum war die Neupositionierung der Tätigkeit der Gesellschaft nötig?

- Wie schon aus der alten Bezeichnung (MÁV Kombiterminál) hervorgeht, wurde das Unternehmen in erster Linie zur Betreibung von Containerterminals gegründet. Unsere Gesellschaft steuerte vor einigen Jahren noch ein landesweites Netz, doch der Rückgang der Leistungen im Antennensystem und durch den Rückzug führender Partner auf einzelnen Terminals vom ungarischen Markt verringerte sich die Anzahl der Terminals, zum 31. März dieses Jahres schlossen wir beispielsweise den Szombathelyer Terminal. Den Terminalschließungen ging die strategische Entscheidung voraus, keine verlustbringenden Tätigkeiten, die nicht in das Zukunftsbild der Rail Cargo Hungaria (RCH) Gruppe passen, zu verrichten. So blieben in unserer eigenen Betreibung heute nur der Szolnoker Containerterminal und der Kiskundorozsmaer Ro-La-Terminal, außerdem führen wir in Gyékényes Container-Hebetätigkeit durch.

- Wie gestaltet sich die neue Strategie der Rail Service Hungaria?

- Die neue, vollständige Bezeichnung unserer Gesellschaft ist Rail Service Hungaria Vasútüzemeltetői, Rakománykezelési és Létesítménygondozási Kft., dies zeigt, welches die drei zentralen Säulen sind, auf die wir unsere zukünftige Tätigkeit aufbauen möchten. Die Direktion unseres Alleineigentümers, der Rail Cargo Hungaria Zrt. (RCH), nahm im Februar 2010 das funktionelle Zukunftsbild unserer zu der Zeit noch unter dem Namen MÁV Kombiterminál Kft. eingetragenen Gesellschaft an, das wir im Jahre 2009 ausgearbeitet hatten. Bei der Ausarbeitung der Strategie sahen wir die Versorgungskette der RCH Unternehmensgruppe durch und prüften, wo wir darin einen Wert hinzufügen könnten. Wenn wir keine Punkte gefunden hätten, dann hätte es vielleicht keinen Sinn gehabt, das Unternehmen zu erhalten. Unsere Erfahrungen mit Containerterminals nutzen wir jedoch auch weiterhin, denn neben unseren verbliebenen Terminals besitzen wir Beteiligungen an dem Székesfehérvárer Terminals betreibenden Unternehmen, der Logisztár Kft., an der bei BILK leere Container deponierenden Kelenföldi Konténerdepó Kft. und auch an dem Kürtöser Rail Port Arad Terminal. Daneben übernehme ich persönlich auch eine aktive Rolle als Direktionsmitglied in der Arbeit der Direktion der BILK Konténerterminál Zrt. Zu Beginn des Jahres erwarben wir weiterhin als strategischen Schritt einen Anteil an der Törökbálinti Konténerterminál Kft., was die Möglichkeit schafft, unabhängig vom Ort in direktem Kontakt mit den von dem kombinierten Verkehr des Mutterunternehmens betroffenen Spediteuren zu sein.

- Eine ganz neue Nachricht ist, dass die Rail Service Hungaria Miteigentümer an dem Adonyer Hafen sein wird. Warum?

Unser geplanter Einstieg in den Adonyer Donau-Hafen ist schon ein Teil der neuen Strategie, wobei mit unserer ca. 10-prozentigen Beteiligung natürlich nicht die Betreibung des Hafens im Mittelpunkt unserer Strategie steht, wir möchten vielmehr durch Ausnutzung der Synergien der RCH Unternehmensgruppe ein Geschäft realisieren. In Verbindung mit der Gruppensynergie möchten wir, dass die Rail Cargo Hungaria die Beförderung übernehmen würde und die Raabersped Kft. Speditionsaufgaben abwickeln könnte. So könnten an einem (neuen) Transport zugleich drei unserer Gesellschaften aktiv beteiligt sein, was auch vom Gesichtspunkt der Effizienz und des Ertrages nicht zu vernachlässigen ist. In dem Adonyer trimodalen Hafen (wo die Beförderung auf der Straße, per Bahn und per Schiff vertreten ist) rechnen wir in erster Linie mit dem Umschlag von Getreide (wegen der neben dem Hafen befindlichen 84 6000-Tonnen-Silos), von Eisenerz (in der ukrainisch-österreichischen Relation) und von Koks (in der polnisch-rumänischen Relation), doch in geringerem Ausmaß ist auch die kombinierte Bahn-Wasser-Beförderung von Kunstdünger und anderen Produkten vorstellbar Obwohl es zwischen Baja und Komárom mehrere Donauhäfen gibt, vertrauen wir dennoch auf Adony und dessen gute Gegebenheiten. Natürlich sind im Hafen auch Investitionen nötig, durch die bei Schaffung der entsprechenden internen Technologie vier Schiffe gleichzeitig be- bzw. entladen werden können.

- Wie ist die Situation in Bezug auf den Rail Port Arad Terminal?

- Der Rail Port Arad Terminál wurde in Betrieb genommen, sein Bekanntheitsgrad wächst. 2010 ist unser erstes volles Betriebsjahr, für das wieder den Aufwärtsentwicklung erwarten. Es sieht so aus, als wird das auch eintreten, immer mehr Container und Semi-Trailer kommen in dem Terminal an, es scheint, dass der für dieses Jahr geplante Umschlag von 8.000 TEU realisiert werden kann.

 - Ihre Gesellschaft führt die Frachtabfertigung, respektive nach Bedarf die Warenbefestigung traditionell und seit Jahren durch, doch das Facility Management scheint mir eine neue Tätigkeit zu sein. Was verbirgt sich dahinter?  Was verbirgt sich dahinter?

- Ab der zweiten Hälfte dieses Jahres möchten wir als Teil des Drei-Jahres-Programms die Facility-Management-Aufgaben der gesamten, von RCH genutzten Außen- und Innenflächen übernehmen. Als ersten Schritt die Reinigung, später die technische Wartung, die Schädlingsbekämpfung und auch die Aufgaben des Brandschutzes. Darüber hinaus führen wir im Fall unseres nur teilweise von uns genutzten zentralen Bürogebäudes Bajcsy-Zsilinszky út 25 auch Bürohaus-Managementaufgaben durch.

- Ein weiterer spannender Bereich ist Ihre Tätigkeit als Bahnunternehmen. Welches sind Ihre Ziele in diesem Bereich?

- Wir beabsichtigen, unsere Bahnbetriebsaktivitäten zu steigern. Wir verfügen heute nicht nur über die Genehmigung als Bahnunternehmen, sondern auch über das Sicherheits-Zertifikat, sogar über die Gebiets-Streckennetz-Betreibungsgenehmigungen für das Gebiet Süd Pest (für das Gelände von BILK und den Freihafen). Auf dem Gelände des Csepeler Hafens (BSZL) führen wir schon mehrere Jahre Rangier- und Einstellaufgaben durch, während bei BILK unsere Anwesenheit noch relativ neu ist. Dort führen wir die Einstellung der RCH-Züge mit gemieteten Triebwagen durch, die unsere eigenen Triebwagenführer in Haupttätigkeit leiten. Ab Dezember werden wir auch eigene Rangierleiter in Dienst stellen, womit unsere Leistungen weiter verbessert und billiger werden. Wöchentlich kommen 36 Zugpaare zu Bilk, davon wird die Einstellung von 30-32 unsere Aufgabe sein, wenn wir auch mit der GYSEV den diesbezüglichen Vertrag unterzeichnen. Ab Mitte Dezember führen wir nicht nur die Umstellung unter die Kranwagen durch, sondern wir ziehen die Güterzüge von Ferencváros nach Soroksár, über BILK und die Soroksárer Bahnstation in den Csepeler Freihafen. Damit verbesserte sich die Auslastung der Taurus-Triebwagen unseres Mutterunternehmens und verringerte sich die Fahrzeit zwischen Budapest-Ferencváros-BILK - die im schlechten Fall länger als die Fahrzeit zwischen Ferencváros - Hegyeshalom war. Der nächste Schritt wird der Start der Verschubtätigkeit auf Breit- und Normalspurgleisen in Záhony sein. Voraussichtlich wird es uns gelingen, auch diesen Schritt zum Ende des Jahres zu tun.

 

(Quelle: Navigátor)