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Ungarische NGO „Arbeitsgruppe Luft”: Riesige Reserven in der Eisenbahngüterbeförderung

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Laut Arbeitsgruppe Luft stecken in der Eisenbahngüterbeförderung enorme Reserven, mit denen der Lkw-Güterverkehr ohne Drosselung der Wirtschaftsleistung zurückgedrängt werden könnte.

Die Zivilorganisation weist in der Studie „Möglichkeiten der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Bahn in Ungarn" darauf hin, dass es viele Güter gibt, z. B. Agrarprodukte, Baustoffe, die innerhalb kurzer Zeit auf die Bahn verlagert werden könnten.

In der Studie, die vom Institut für Verkehrs- und Entwicklungspolitik mit Sitz in New York in Auftrag gegeben wurde, wird auch darauf hingewiesen, dass die Beförderung von Lkw mit der Bahn, der sogenannte RoLa-Verkehr, bedeutende ungenutzte Potentiale hat.

Nach ihren Berechnungen könnten auf diese Weise innerhalb von 1-2 Jahren mit relativ niedrigen Kosten jährlich rund 6 Mio. Tonnen Güter von der Jahresmenge von der Straße auf die Bahn verlagert werden. Obwohl diese Menge nur 2,5 Prozent des Volumens ausmacht, das auf der Straße transportiert wird, hat es in Tonnenkilometern gemessen, d. h. mit den zurückgelegten Entfernungen gerechnet, eine viel größere Bedeutung, denn bei der Eisenbahnbeförderung geht es im Allgemeinen um größere Distanzen als bei der Straßenbeförderung. Laut Studie sind die physischen Voraussetzungen vorhanden, damit jährlich sogar 30 Mio. Tonnen von der Straße auf die Bahn verlagert werden - das bedeutet 12 Prozent des Jahresvolumens und 25-30 Prozent der Jahresleistung in Tonnenkilometern im Bereich Straßengüterbeförderung.

Laut Arbeitsgruppe Luft ist es unentbehrlich, dass von der Regierung das Modell eines nachhaltigen Verkehrs und ein Aktionsplan zur Umsetzung erarbeitet werden. Dazu gehört unter anderem die stufenweise Angleichung der Wettbewerbsbedingungen einschließlich der Abschaffung der dem Straßengüterverkehr gewährten einseitigen Begünstigungen.

Als wichtigster Schritt wird von der Arbeitsgruppe Luft die konsequente Umsetzung des Benutzerprinzips und des Verursacherprinzips im Güterverkehr betrachtet. Während die Eisenbahnverkehrsunternehmen die Kosten ihrer Tätigkeit selber tragen, bezahlen die Straßentransporteure nur einen Bruchteil der Kosten, die von ihnen verursacht werden.

 

(Quelle: MTI Eco)