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Der Verkehr auf BILK ist wieder so groß wie vor der Krise

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Im Tiefpunkt der Krise hat Fullér István die Führung von BILK Kombiterminál übernommen, dieses Jahr kann man aber von einem Aufschwung sprechen. In den ersten 9 Monaten 2010 verzeichnete das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum um 26,2%, die beförderte Menge lag bei fast 100 Tsd. TEU, bis zum Jahresende wurden 135 Tsd. TEU als Ziel festgelegt. Gelingt es, wird die befördert Menge das Volumen 2007 erreichen. Der Kontinentalverkehr macht beinahe 20% des Gesamtverkehrs aus. Mit Verbesserung der bestehenden Beziehungen mit den Partnern ist es gelungen, Einnahmen auch in Bereichen zu erhöhen, die nicht zu den Basisgeschäften gehören.

Obwohl BILK Kombiterminál zum Beteiligungskreis von Rail Cargo Hungaria gehört,  bietet das Terminal Dienstleistungen allen Interessenten mit den gleichen Bedingungen.  Der größte Operator auf dem Terminal ist die Firma Eurogate Intermodal, die an sechs Tagen der Woche eine direkte Verbindung mit den Häfen Hamburg und Bremerhaven sichert. Die Züge der Gesellschaft mit dem Fantasienamen BoxXpress werden in Ungarn von der Bahn Floyd befördert. Eurogate Intermodal ist Anteilseigentümer der Bahn Floyd.

Der zweitgrößte Operator auf BILK ist (wieder) Hungaria Intermodal. Die Gesellschaft, die derzeit von Spellenberg Gábor geführt wird, ist Mitglied des Rail Cargo Austria Konzerns. Metrans ist auf BILK wieder tätig.  An einem "besseren Tag" verkehren somit 7 Zugpaare auf dem Terminal. Im Vergleich zur Periode vor der Krise ist die Zahl der Sattelauflieger auf 215 pro Woche gestiegen, das macht 10% des Verkehrs aus. Das ist grundsätzlich der Verdienst von LKW Walter, die Firma arbeitet nämlich bei der Organisation des Kontinentalverkehrs aus dem Ruhrgebiet teils mit Hupac teils mit Hungaria Intermodal zusammen. Es ist sehr erfreulich, dass ein Teil der Sattelauflieger nach dem Umladen als Einzelwagensendung ganz bis zum Terminal Rail Port Arad mit der Bahn befördert wird.  Die Behandlung der Sattelauflieger war für BILK eine Herausforderung, da die Elektronik der Bockkräne empfindlich für Satellauflieger mit ungleicher Lastenverteilung ist, und dies kann zu Störungen führen.  Das Management von BILK widmet dieses Jahr der Beförderung auf der Straße eine größere Aufmerksamkeit. Das Unternehmen hat mit 35 Partnern Kontakte aufgenommen und mit 24 Partnern eine Zusammenarbeit vereinbart. So konnten 419 Beförderungsaufgaben im Wert von 30 Mrd. HUF akquiriert werden, die von der Tochtergesellschaft, von BILKTRANSZ durchgeführt wurden, wobei die neu angeschafften Sattelauflieger eingesetzt wurden.  Fullér István hat im Interesse der Steigerung der Effektivität und Qualität ein Qualitätsprojekt gestartet. Das Ziel des von Fábián Zoltán, Vertriebsdirektor geführten "Qualitätsprojektes" ist, im Interesse des Betriebes einer effektiven, kundenfreundlichen, verantwortungsvollen, überschaubaren, ergebnisorientierten Organisation Änderungsmanagement-Maßnahmen festzulegen. Im Rahmen des Projektes werden vier Bereiche durchgeschaut: Terminaltechnologie, Bahntechnologie, Informationsfluss, Organisationsstruktur und Humanressourcen. Die nach dem Projekt erforderlichen Maßnahmen werden auf dem Terminal ab dem ersten Quartal 2011 durchgeführt. Aus der Übersicht der Bahntechnologie des Terminals geht eindeutig hervor, dass die Tätigkeit der einzelnen Gesellschaften dank der Bahnliberalisierung in erheblichem Maße abgesondert ist. Die Züge kommen auf dem MÁV-Bahnhof Soroksár Terminal an, wo der Zug von den Wagenmeistern der Rail Cargo Hungaria Zrt. kontrolliert wird, bevor er mittels der von Rail Service Hungaria organisierten Verschublokomotive, mit Hilfe des von MÁV zur Verfügung gestellten Rangierpersonals auf das Terminal, unter die Kräne (oder neben sie) verschoben wird. Da abfahrbereite Züge gegenüber ankommenden Zügen Vorfahrt haben, kann ein verspätet ankommender Zug beim Warten auf wagentechnische Prüfung nur mit weiterer Verspätung weiterbefördert werden. Der vierstündige technologische Aufenthalt (zwischen der Ankunft auf dem Terminal in Soroksár und der Güterabgabe) könnte gekürzt werden, wenn man die wagentechnische Prüfung der ankommenden und abfahrbereiten (gleichen) Züge verbinden könnte, und die Tätigkeit vom MÁV-Bahnhof auf das Terminal verlegen würde.

Floyd und GYSEV kontrolliert die Züge bereits auf dem Terminal.  Der Generaldirektor hat einen Traum: einmal wird vielleicht BILK Kombiterminal über einen Bahnbetrieb verfügen und dann könnte das von der EU favorisierte One-Stop-Shop-Modell die bestehenden Anomalien beheben. Das Management des Kombiterminals BILK hat einen besonderen Akzent auf Kundenbeziehungen gelegt, deshalb wurde in Oktober und in November von den Operatoren, Spediteuren und Schiffgesellschaften je ein Partnertreffen organisiert, wobei sich die Partner das Terminal anschauen konnten.  Auf diesen Treffen wurden die Ergebnisse 2010 und die Pläne, Preise 2011 bekannt gegeben.  Was die Preise betrifft, bleibt die derzeit bestehende Struktur, aber der Preis einiger Leistungen z.B. Preis der Lagerung wird erhöht.  Der Preis für die Lagerung oder gegebenenfalls die Befreiung von dessen Zahlung ist das effektivste Mittel der Regelung des Verkehrs. Der spezifische Platzbedarf der Sattelauflieger, die nicht aufeinander gepackt werden können ist z.B. größer als der Platzbedarf der Container, so wird die die "theoretische Kapazität" durch sie kleiner. Wenn die Verkehre auch 2011 eine steigende Tendenz zeigen werden, können 2012 zwei neue Bockkräne auf Gummirädern (RTG) eingesetzt werden.

Die Parameter der Investition werden derzeit festgelegt, einen Kredit würde die BILK Kombiterminál Zrt. auf die Investition erst dann aufnehmen, nachdem das Euro-Darlehen der Entwicklung der ersten Phase 2012 ausgelaufen ist.