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Fachtreffen auf hoher Führungsebene in Organisation der RCH

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Mit dem Motto „Neue südosteuropäische Kooperation im Schienengütertransport" hat die Rail Cargo Hungaria Zrt. am 30-31. März 2011 ein Fachtreffen auf hoher Führungsebene veranstaltet. Die Veranstaltung wurde für die leitenden Fachleute von CFR Marfa, GySEV, HZ Cargo, RCA, RCH, RZD, SŽ, UZ, ZS und ZSSK Cargo erfolgreich, mit nützlichen Erfahrungen abgeschlossen. Die Teilnehmer haben ihr Engagement für die Zusammenarbeit der nationalen Bahngesellschaften bekräftigt, indem sie die Wichtigkeit der Infrastrukturinvestitionen betonten. Die eingeladenen Führungskräfte waren der Ansicht, dass die sich aus der Pflege von persönlichen Kontakten ergebenden Vorteile aufbewahrt werden können, wenn Treffen regelmäßig stattfinden und die Kontakte laufend aufrechterhalten werden.

Als Schirmherr der Veranstaltung hat der neue Vorstandsdirektor der Rail Cargo Austria AG, Erik Regter, eine Rede am Eröffnungsabend des Events vor den Topmanagern der größten Bahngesellschaften der Region gehalten. Wie er formulierte, bieten die Foren, ähnlich wie das von der Rail Cargo Hungaria Zrt. veranstaltete Fachtreffen, den Akteuren der Branche die Möglichkeit, die das Segment betreffenden aktuellen Fragen gemeinsam abzustimmen. An der Veranstaltung hat Lajos Szűcs, Hauptabteilungsleiter des Ministeriums für Nationale Entwicklung als eingeladener Gast die teilnehmenden Führungskräfte der Bahngesellschaften begrüßt. In seiner Rede ist er auch darauf eingegangen, dass die Aufgabe der Politik in der kommenden Periode sei, die Stärkung der Zusammenarbeit innerhalb der Sparte zu ermöglichen.

Das Fachtreffen am nächsten Vormittag wurde mit der Präsentation von Dr. László Mosóczi, dem Präsidenten der Hungrail begonnen, in der er die internationalen Möglichkeiten zur Verkehrserweiterung sowie die Pläne der Budapester Umfahrungsstrecke V0 geschildert hat. Er hat die Bedeutung der aktuellen Änderungen am EU-Korridorsystem betont - der Mediterrane Korridor Nr. 6, der bisher bis Budapest führte, wurde gerade am Tag des Budapester Treffens beim Eisenbahntreffen in Rom bis Záhony verlängert.

In Vertretung der Rail Cargo Hungaria Zrt. hat CEO Imre Kovács einen Vortrag gehalten, in dem er über den ersten Geburtstag des Unternehmens gesprochen hat: Als Mitglied der Markt führenden eisenbahnlogistischen Gruppe der Region betreibt die Gesellschaft 18 Triebfahrzeuge und 31000 Wagen mit 500 Wagenmeistern. Imre Kovács betonte, obwohl das aktuelle Regelungsumfeld die Expansion der Schienengüterbeförderung erschwert, ist es trotzdem möglich, die Wettbewerbsfähigkeit durch Neuinterpretation der Unternehmenstätigkeiten und durch regionale Zusammenarbeit zu steigern. In dieser Hinsicht gilt eine besondere Aufmerksamkeit den Kundenkontakten nach Vertrauensprinzip, der Neustrukturierung der Prozesse, der Entwicklung der IT-Applikationen und der Harmonisierung der Systeme auf internationaler Ebene, d. h. der Interoperabilität.

In der zweiten Hälfte des Treffens haben die Führungskräfte, die bestimmende Repräsentanten  der Branche darstellten, die Lage des Schienengütertransports in ihrem Land, sowie in ihrer, eigenen Gesellschaft vorgestellt. Dabei hat das für die Produktion zuständige Vorstandsmitglied der Rail Cargo Hungaria Zrt., Karl Zöchmeister, die Lage der RCA geschildert. Danach haben die Teilnehmer auch die Strategien und Tätigkeit der slowenischen, kroatischen, ukrainischen, serbischen, slowakischen, russischen und rumänischen Schienengüterbeförderer kennen lernen können.

Die Redner haben die Notwendigkeit der Modernisierung und der Maßnahmen zur Steigerung der Wirksamkeit betont, was die unbedingt erforderliche Umgestaltung ihrer Verwaltung mit sich bringt. Die unerlässlichen Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Anzahl der Arbeitnehmer der rumänischen CFR Marfa von den 20.000 übernommenen Mitarbeitern bei der Gründung im Jahre 1998 auf die Hälfte gesunken ist, und in diesem Jahr ist eine weitere Entlassung von 30% zu erwarten. Auch die slowakische ZSSK Cargo ist gezwungen, dieses Jahr Tausende der Mitarbeiter zu kündigen, die slowenische Bahn befindet sich auch in einer ähnlichen Situation. Die slowenische SŽ beginnt gleichzeitig mit groß angelegten Sanierungsarbeiten, weil 90% ihres Verkehrs aus grenzüberschreitenden Transporten stammen, und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit stellt das Unternehmen vor ernsthafte Herausforderungen. Die kroatische HZ Cargo hat angefangen, in neue Logistikzentren zu investieren, außerdem beteiligt sie sich ungewöhnlicherweise am Betreiben eines Hafens. Als Neustrukturierung ihrer Geschäfts- und Betriebsprozesse werden auch die IT-Systeme entwickelt. Der ukrainischen UZ steht eine vollständige Umstrukturierung bevor, die auch von einer eingereichten Gesetzvorlage unterstützt wird: Dadurch würde die Grenzkontrolle im Interesse der Transitverkehrssteigerung vereinfacht. Die serbische Verwaltung ZS strukturiert ihre Divisionen neu und hat die Beschaffung neuer Triebfahrzeuge beschlossen, was auch deshalb für das Unternehmen wichtig ist, weil der grenzüberschreitende Verkehr 75% seines ganzen Verkehrs beträgt.

Es ist in der Hinsicht zu einem Konsens gekommen, dass die effizientere Nutzung der Kooperationsmöglichkeiten in der Region lebensnotwendig ist. Die sich zu Worte gemeldeten Führungskräfte haben jedoch betont, dass die Entwicklung der Leistungen, der Infrastruktur und der Anlagen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich ist. Ein Hinweis auf den Erfolg des Treffens ist, dass die Teilnehmer ihren Wunsch erklärt haben, an der von der Rail Cargo Hungaria Zrt. organisierten zukunftsweisenden Veranstaltung auch künftig regelmäßig teilzunehmen.