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Güterumgehungsbahn V0 wird gebaut

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Die Entscheidung der ungarischen Regierung über den Bau des Budapest umfahrenden Güterrings vom 27. Februar 2013 hat große Bedeutung für die Rail Cargo Hungaria Zrt. Durch die Investition mit einem geplanten Gesamtbudget in der Höhe von 360 Mrd. HUF, deren Ausführung bereits im Frühling 2014 gestartet und 2017 beendet werden könnte, sollen die Fahrzeiten der Transittransporte um Tage reduziert werden.

Imre Kovács, Vorstandsvorsitzender der Rail Cargo Hungaria Zrt., wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Bau der neuen zweigleisigen Güterbahnstrecke die Erweiterung der Geschäftsbeziehungen mit sich bringen kann. Allein durch die Reduzierung der Fahrzeit entstehen viel günstigere Bedingungen für die Schienenbeförderung von Gütern aus mittel- und fernöstlichen Industriezentren über den Grenzübergang Záhony nach Westeuropa. Die Güterbeförderung über Ungarn dauert derzeit im klassischen Ost-West-Verkehr mehrere Tage. Die meisten Gütertransportrouten verlaufen jetzt im ungarischen Netz, das durch Budapest als Zentrum dominiert wird, über den Güterbahnhof Budapest Ferencváros. Da den Personenzügen Vorrang vor Güterzügen eingeräumt wird, werden Güterzüge hier manchmal länger aufgehalten. Durch die Güterumgehungsbahn V0 wird auch die Umsetzung der Geschäftsziele der Rail Cargo Group Richtung Südosteuropas Märkte begünstigt, da durch die zweigleisige Strecke auch die Fahrzeit zwischen Türkei bzw. Rumänien und Westeuropa abgekürzt wird.

Imre Kovács betonte, dass Ungarn wegen der langen Fahrzeit einen bedeutenden Wettbewerbsnachteil gegenüber den alternativen Strecken hat, die Ungarn umfahren. In der Slowakei und in Polen wurde der Transitverkehr sehr dynamisch entwickelt, wodurch erhebliche Volumina dem ungarischen Transitverkehr verloren gingen. Während vor 20 Jahren 100 Mio. Tonnen Güter über Ungarn befördert wurden, beläuft sich diese Zahl heute nur noch auf 40 Mio. Tonnen.

Die neue Güterbahnstrecke wird von der Hauptstrecke Nr. 1 Budapest – Győr – Wien bei Tatabánya – Szárliget abzweigen und auf der Route Vértesboglár - Vértesacsa - Ercsi - Kiskunlacháza - Bugyi - Dabas die Strecke Nr. 100 Budapest – Cegléd – Nyíregyháza erreichen. Die 113 km lange Strecke wird mit Abzweigstellen z. B. nach Székesfehérvár, Pusztaszabolcs, Kecskemét und Szeged gebaut und zweimal die Donau überqueren. Dazu müssen auch zwei neue Bahnbrücken gebaut werden.

Die Güterzüge werden die geplante, vollständig elektrifizierte zweigleisige Strecke mit Geschwindigkeiten bis auf 160 km/Stunde befahren und statt mehrerer Tage nur einen Tag für den Transit brauchen.