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Vereinbarung über die strategische Zusammenarbeit mit dem zweiten trimodalen Logistikzentrum Ungarns

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Dr. Kovács Imre, CEO, Vorstandsvorsitzender der Rail Cargo Hungaria Zrt., und Herdon István, Vorstandsvorsitzender Generaldirektor der Xanga Group haben eine Vereinbarung über die strategische Zusammenarbeit in der Schienengütertransportförderung und Bahnlogistikbedienung des im Internationalen Flughafen Debrecen im Bau befindlichen Logistikzentrums unterzeichnet. Die Unterzeichnung schafft die Voraussetzungen für die dritte Logistikmodalität der Anlage, die bisher nur Straßen- und Luftfrachttransporte bedienen konnte. Künftig wird ein trimodales Logistikzentrum in Ungarn neben Budapest auch in Debrecen betrieben, welches unmittelbar und kurzfristig 200 neue Arbeitsplätze schafft.


Die Parteien haben die Vereinbarung im Beisein des Bürgermeisters der Komitatsstadt Debrecen, Kósa Lajos, des Vorsitzenden der Nationalen Verkehrsbehörde, Győri Gyula, und des Generaldirektor-Stellvertreters für allgemeine Angelegenheiten der MÁV Zrt., Pál László unterzeichnet.
Dr. Kovács Imre hat im Rahmen des Events darauf hingewiesen, dass die Rolle von Debrecen und dessen Region durch das Aufleben der östlichen Wirtschaftskontakte an den europäischen Eisenbahnkorridoren aufgewertet wird. Die Europäische Union misst dem erhöhten Schutz der menschlichen Umwelt große Bedeutung bei, was die Umleitung des Großteils des Straßengüterverkehrs auf die Schiene bedeutet. Durch die damit verbundenen Regelungen und die bevorstehende Einführung der elektronischen Straßenmaut in Ungarn wird das Wirtschaftspotenzial erheblich erhöht, welches das im Internationalen Flughafen Debrecen zu errichtende trimodale Logistikzentrum bietet. Für die Rail Cargo Hungaria Zrt. ist es besonders aus Sicht der mit Rumänien und Bulgarien abgewickelten immer regeren Schienengüterbeförderung wichtig, dass Debrecen neben dem zu den Beteiligungen der Gesellschaft gehörenden Railport Arad zur Drehscheibe für diese Verkehre werden kann. Die Rail Cargo Hungaria Zrt. bedient dieses Jahr die Anschlussbahn unentgeltlich und prognostiziert einen jährlichen Eisenbahnverkehr von 50 Tsd. Tonnen zum trimodalen Logistikzentrum. In der Einführungszeit fördert die marktführende Schienengütertransport-gesellschaft das Wachstum des Verkehrs der Anlage auch mit geschäftspolitischen Vergünstigungen und mit Erarbeitung komplexer Leistungspakete.


Herdon István, Vorstandsvorsitzender Generaldirektor der Xanga Group hat mitgeteilt, dass die von ihm geführte Investment & Development Group auf dem Gelände mit einer Investition i. H. v. 3,5 Milliarden Forint einen Eisenbahnumschlagterminal, eine Industrie-Logistikhalle und eine weitere Industriehalle errichtet und das Straßen- und Kommunalnetz der Basis erbaut. Sie hat in Zusammenarbeit mit der MÁV Zrt. auch die Anschlussbahn saniert. Xanga wird gemeinsam mit der Rail Cargo Hungaria Zrt. die Transportanforderungen in Debrecen und in dessen Ballungsraum erfassen. Die Kooperation erstreckt sich auch auf die gemeinsame Development- und Investmentsstrategie. Zum Schluss erklärte Herdon István dass die Entwicklung des trimodalen Zentrums im Rahmen des vorrangigen Projektes des operativen Förderprogramms der nördlichen Tiefebene - Észak-Alföld Operatív Program (ÉAOP) – umgesetzt wird.
Kósa Lajos, Bürgermeister der Komitatsstadt Debrecen hat in seiner Rede betont, dass der Internationale Flughafen Debrecen in Ungarn für die Gebiete östlich der Donau und für die Grenzgebiete – die Ostslowakei, die Westukraine und Transsylvanien inbegriffen – zu einem Verkehrszentrum von besonderer Wichtigkeit geworden ist. Die Entwicklungen der vergangenen 3 Jahre, die Linienverkehre, die Anlagenbeschaffungen, der Ausbau der Flughafen-Bahnlogistik haben die Stadt Debrecen im internationalen Vergleich zu einem unumgänglichen Logistikzentrum der Region gemacht. Dank der Vereinbarung, die heute abgeschlossen wird, und den laufenden Entwicklungen werden kurzfristig 200 neue Arbeitsplätze entstehen, langfristig jedoch das Vielfache davon. Ein immer bedeutenderer Teil des Schienengüterverkehrs in Ostungarn wird auf den Flughafen umgeleitet, dadurch wird das Wohngebiet am Bahnhof im Stadtzentrum von den schädlichen und störenden Wirkungen befreit.


Pál László, stellvertretender Generaldirektor der MÁV Zrt. hat betont, dass die ungarische Regierung der Entwicklung der Eisenbahn eine besondere Beachtung schenkt, in den vergangenen Jahren wurden und werden mehrere bedeutende Rekonstruktionen durchgeführt. Die Eisenbahn erlebt eine neue Blütezeit in Ungarn. Ein Beweis dafür ist die Errichtung des trimodalen Logistikzentrums, sowie der Beginn der Vorbereitungsarbeiten des von der Strecke Debrecen–Szolnok–Cegléd–Budapest abzweigenden, die Hauptstadt umfahrenden Güterbahnrings (V0). Parallel zu diesen Entwicklungen tut die MÁV als nationaler Infrastrukturbetreiber alles, damit die aus anderen Regionen ankommenden oder vom internationalen Flughafen abfahrenden Gütertransportzüge so schnell wie möglich zu ihren Zielbahnhöfen befördert werden.
Győri Gyula, Vorsitzender der Nationalen Verkehrsbehörde NKH hat im Rahmen des Events den Zusammenschluss des Investors, der Stadt, der marktführenden Gütertransportgesellschaft und der MÁV Zrt. beispielhaft genannt und hinzugefügt, dass die NKH als Bahnbehörde den Akteuren jede rechtmäßige Unterstützung gewährt hat und auch künftig gewähren wird. Er hat betont: Ungarn ist der Gewinner der Zusammenarbeit, weil ein zweites trimodales Zentrum nach dem Freihafen Csepel in Kürze entstehen wird. Wie gesagt, hofft er darauf, dass auch in anderen ungarischen Städten mit ähnlichen Gegebenheiten – über das Beispiel von Debrecen nachgedacht wird.