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Pressemiteillung: Vom Hafen Piräus sind bereits 5 Containerzüge in Ungarn angekommen

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Die Renovierung der Strecke Budapest–Belgrad würde dem regelmäßigen Schienentransport zwischen dem griechischen Hafen und Westeuropa über Ungarn einen Aufschwung geben

Budapest, 13. Juni 2014 – In den vergangenen Wochen sind die ersten 5 Containerzüge aus dem griechischen Meereshafen Piräus, der den bedeutenden Anteil der aus China einlangenden Waren in diesem Raum empfängt und nach Europa weiterleitet, in Ungarn angekommen. Um den Aufschwung der ähnlichen, nach Westeuropa gerichteten Transitbeförderung im Taktverkehr zu erzielen, wäre auch die Renovierung der Bahnstrecke zwischen Budapest und Belgrad erforderlich, deshalb wird diese Entwicklungsinvestition von der Regierung vorrangig behandelt.

Der in Organisation der internationalen Speditionstochtergesellschaften (DB Schenker) der Deutschen Bahn (DB) in Südosteuropa – nach langer Vorbereitungsarbeit - beförderte erste Containerzug, der aus dem griechischen Hafen Piräus nach Ungarn abgefahren ist, ist am 29. April in Győr, im Terminal der DB Schenker Rail Hungária im Auftrag der Schenker Kft. und unter deren Zollagenturmitwirkung über Belgrad und Budapest angekommen. Der zweite Zug hat den Dockterminal am 2. Mai verlassen, in weniger als 3 Tagen, 6 Stunden vor Plan ist er im Bahnhof Ferencváros eingelangt, von dort wurde er in den Komitatssitz in der Kleinen Tiefebene weitergeleitet. Aus Győr wurde die Sendung auf der Straße in die Slowakei weitertransportiert. Die Zuggarnituren wurden in Ungarn von der Rail Cargo Hungaria Zrt. befördert.
In den Monaten Mai und Juni sind bisher weitere 3 Containerzüge in Organisation der DB Schenker angekommen. Die sechste Garnitur startet am 16. Juni in Piräus und fährt im Transit über Ungarn nach Ceska Trebova. Künftig werden Züge regelmäßig, jede Woche gestartet.

Es zeichnet sich eine immer größere Chance ab, ähnliche Schienengütertransporte über Ungarn zu führen, seit der von Athen einige Kilometer weit entfernte Hafen Piräus unter Leitung des staatlichen chinesischen, auf Schifffahrt spezialisierten leitenden Unternehmens der Welt, der China Ocean Shipping Company (COSCO) gekommen ist und wo bedeutende Entwicklungen durchgeführt wurden. Die Firma COSCO, die auf dem Schiff einlangenden Waren aus Ost-China auf ihren im Hafen Piräus befindlichen Standort transportiert, hat im Jahre 2009 das Betriebsrecht eines der frequentiertesten Häfen des Mittelmeeres für 35 Jahre erworben. Die chinesische Schifffahrtsgesellschaft modernisiert kontinuierlich, erweitert die Terminalkapazität und hat vor, die Menge der Container, die den Hafen passieren, in einigen Jahren zu vervielfachen. Man hat immer mehr die Absicht, die chinesischen Produkte auf der umweltschonenden Schiene nach Westeuropa zu befördern, deshalb ist mit einem erheblichen Wachstum der Anzahl der auf der aus Piräus ins Innere des Kontinents führenden Transitroute verkehrenden Containerzüge zu rechnen.

Ungarn liegt gerade an dem aus der griechischen Hafenstadt nach Westeuropa führenden Transitnetz und die Eisenbahnstrecke, die Budapest mit Belgrad verbindet, stellt Teil einer der kürzesten Routen dar. Die elektrifizierte, jedoch veraltete eingleisige Strecke ermöglicht derzeit keine schnelle, moderne und wettbewerbsfähige Güterbeförderung, diese kann nur auf einer Infrastruktur basieren, die guter Qualität ist und Zuverlässigkeit, die Durchfahrbarkeit der Strecken und die Erhöhung der Leistungsqualität ermöglicht.
Die Investition zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Strecke Budapest–Belgrad würde zur Erreichung des strategischen Ziels beitragen, dass Ungarn zum Haupttransitland bei der Beförderung von Waren aus dem Osten nach Westeuropa wird, deshalb gewährt die Regierung der Rekonstruktion der Strecke Vorrang. In Serbien wurde eine 40 km lange Strecke von der 374 Kilometer langen Eisenbahnstrecke bereits modernisiert, deshalb ist die Strecke in einer Länge von 334 Kilometern zweigleisig und für eine Endgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern auszubauen. Dadurch würde die derzeitige Fahrzeit von 7-8 Stunden zwischen den beiden Hauptstädten auf 3,5 Stunden verkürzt. So würde die Strecke in einigen Jahren im Vergleich zum Personen- und Güterverkehr auf der Straße, sowie zum Flugverkehr wettbewerbsfähig.

Hintergrundinformation:

Dávid Ilona, Generaldirektorin der MÁV Zrt. und Dragoljub Simonovic, Generaldirektor der Eisenbahnen Serbiens haben im Mai 2013 eine Bereitschaftserklärung unterzeichnet, dass eine zweigleisige, elektrifizierte Strecke zwischen Budapest und Belgrad gebaut wird, auf der eine Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern erreicht werden kann. Ungarn, Serbien und China haben über die die Wettbewerbsfähigkeit steigernde Investition, deren Kosten auf etwa 3 Milliarden USD belaufen, im November des Vorjahres in Bukarest, im Rahmen des Gipfeltreffens Mittel-Osteuropa – China vereinbart. Für die fachlichen Gespräche über die Bauausführung ist die MÁV verantwortlich, mit Rücksicht darauf, dass die renovierte Strecke für den internationalen Hochgeschwindigkeits-Personen- und Güterverkehr ausgerüstet sein muss, bzw. dass die Entwicklung eine Verbesserung im ungarischen bzw. Budapester Nahverkehr mit sich zu bringen hat.
Vorige Woche, in der ersten, in Peking stattgefundenen Sitzung des gemeinsamen Ausschusses der chinesischen, der ungarischen und der serbischen Regierung wurde vereinbart, dass der vorläufige Machbarkeitsplan, der die Vorschläge in Bezug auf die Konditionen des zur Investition zu gewährenden chinesischen Darlehens beinhaltet, bis Ende Juni erstellt wird.