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Kundentreffen in einer konstruktiven Atmosphäre im Zeichen der Partnerschaft

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Rail Cargo Hungaria veranstaltet traditionell jeden Herbst ein Kundentreffen, bei dem die Führungskräfte des Unternehmens über die Ereignisse des vergangenen Jahres sowie über weitere Aufgaben einen Überblick geben. Als Veranstaltungsort diente am 20. Oktober diesen Jahres das Restaurant im Palast der Künste in Budapest. Dr. Imre Kovács CEO, Vorstandsvorsitzender, die beteiligten Führungs- und Fachkräfte von RCH trafen sich mit den Führungspersonen und Vertretern der wichtigsten Partnerunternehmen. Die Veranstaltung begann mit der Begrüßungsrede von Herrn Dr. Imre Kovács sowie mit der offiziellen Berichterstattung der Führungskräfte von RCH.

Eine kurze Darstellung über die Struktur der Rail Cargo Group
Der Vorstandsvorsitzende informierte die Anwesenden über den Aufbau der Rail Cargo Group. Er erklärte, dass die Bahnlogistik für die Unternehmensgruppe als Kernkompetenz im Mittelpunkt steht. Die sich ergänzenden, länderübergreifenden Bahngeschäfte werden innerhalb der Gruppe von fünf Geschäftsbereichen abgewickelt. Rail Cargo Logistics umfasst die Speditionsgesellschaften der Gruppe. Rail Cargo Operator betreibt Container- und intermodale Verkehre. Über klassische Kompetenzen im eisenbahnbetrieblichen Bereich verfügen Rail Cargo Austria, Rail Cargo Hungaria und Rail Cargo Carrier. Die Vermietung der österreichischen Güterwagen gehört zu den Aufgaben von Rail Cargo Wagon, während für die Instandhaltung des Rollmaterials die Gesellschaften der Technischen Services verantwortlich sind. Die RCG bietet ihren Auftraggebern Bahnlogistikleistungen in 18 Ländern, zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer. Die Unternehmensgruppe wird zunehmend international: dies zeigt sich auch daran, dass sich die Standorte der einzelnen Bereiche nicht ausschließlich in Wien befinden. So ist der Standort der Operator-Gesellschaften beispielsweise in Prag, und Rail Cargo Carrier leitet die bereits in 9 Ländern präsenten RCC-Gesellschaften aus Budapest.

Alltagsschwierigkeiten
Im Zusammenhang mit den alltäglichen Aufgaben von RCH ging Dr. Imre Kovács darauf ein, dass der Zustand der Bahnstrecken eine entscheidende Rolle hinsichtlich der Leistungsqualität unseres Unternehmens spielt, wegen der Gleissperren muss mit mehrtägigen Verspätungen gerechnet werden. Er fügte hinzu: in den letzten Monaten erschwerte die Migrantensituation den Schienenverkehr erheblich, da die Flüchtlingszüge gegenüber den Wagenzügen, die Güter befördern, den Vorrang hatten.
Aktualitäten in Bezug auf die Produktion
Herr Ottó Horváth, Produktionsdirektor von RCH erklärte, dass das Durchschnittsalter der Güterwagen des Unternehmens über 30 Jahre liegt, eine Aktualisierung der Güterwagen-Strategie der Gesellschaft ist also erforderlich. Bezüglich der Traktionsleistung legte er ausführlich dar: RCH wickelt 40 Prozent der elektrischen Traktion mit ihren 25 Taurus-Lokomotiven ab, für die restlichen 60 Prozent werden Lokomotive vorwiegend von MÁV-START gemietet. Für die Dieseltraktion nimmt die Gesellschaft die Dienstleistung von MÁV-START hundertprozentig in Anspruch. Er erwähnte auch, dass zwischen Rail Cargo Austria und Rail Cargo Hungaria eine Beförderung ohne Papierfrachtbriefe begonnen hatte. Nach seiner Erklärung rechnet RCH damit, dass sich immer mehr Kunden der Beförderung ohne Papierdokumente anschließen. Der Direktor ging auch darauf ein, dass RCH an der Vorbereitung der Einführung von EVAER (Elektronisches Kontrollsystem für den Warenverkehr auf Schienen) teilnimmt, das das ungarische Nationale Steuer- und Zollamt nach dem Vorbild von EKAER (Elektronisches Kontrollsystem für den Warenverkehr auf öffentlichen Straßen) zu verwirklichen beabsichtigt.
Im Zusammenhang mit den bevorstehenden Aufgaben bemerkte er, dass es auf dem Schienennetz von MÁV bis zum Jahresende an 28 Stellen geplant wird, sogenannte dynamische Waagen einzusetzen, die die Temperatur der Räder sowie den Radsatzlast erfassen können. Die Anlagen befinden sich in der Testphase und funktionieren bereits. Er erwähnte ferner, dass der im Mai nächsten Jahres in Kraft tretende neue EU-Zollkodex die Erneuerung mehrerer Genehmigungen des Unternehmens nach sich zieht.

Vertriebsergebnisse und Ziele
Herr Gábor Józan, Vertriebsdirektor des Unternehmens gab über das erneuerte Key Account Management System einen Überblick, das seit dem 1. Februar läuft. Ziel der Umstrukturierung war eine höhere Kundenzufriedenheit zu erreichen. Der Vertriebsdirektor erörterte danach die Begebenheiten - wie die ukrainische Krise, der Baustopp der Autobahn M4, die Gleissperren und die Migrantensituation -, die die Entwicklung der Jahresumsätze bedeutend beeinflusst hatten.
Im Zusammenhang mit den bevorstehenden Aufgaben sagte er, dass die vorhandenen Vertriebsvereinbarungen den gegenwärtigen rechtlichen Rahmenbedingungen und den Erwartungen der Eigentümer entsprechend aktualisiert werden sollen. Er sprach über das erneuerte System von E-Freight, das voraussichtlich ab dem ersten Halbjahr 2016 in einer optimalisierten Version für Smartphones und Tablets den Benutzern zur Verfügung steht.
In Bezug auf die Tarif- und Frachtgebühränderungen im nächsten Jahr sagte er: bei den Gebühren der von RCH in Anspruch genommenen Leistungen ist eine bedeutende Erhöhung zu erwarten, und der Wechselkurs des Euro beeinflusst auch die Preisbildung von RCH. Das Unternehmen plant auch bei den Wagenladungsverkehren, den leeren Privatgüterwagen und den intermodalen Transporteinheiten eine Preiserhöhung um einige Prozente.